Fantasy Football Starts & Sits – Woche 9

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Mit seinen Start/Sit-Empfehlungen möchte euch unser Autor Christian Naß ein paar Spieler näherbringen, mit denen ihr eure Fantasy Football Matchups gewinnen könnt. Hierbei sei erwähnt, dass diese Empfehlungen dem PPR Scoring unterliegen. Sie stellen keine Garantie dar und spiegeln lediglich die Meinung des Autors wider. In dieser Woche fasst René Jaschko stellvertretend die Empfehlungen von Christian zusammen.

Quarterbacks

Start ‘Em

Justin Fields, Chicago Bears

Nach einem wirklich holprigen Start in die Saison hat sich Fields in den letzten Wochen zu einem der besten Fantasy QBs entwickelt. Jetzt trifft er mit den Dolphins auf ein Team, dass durchschnittlich fast 20 Punkte gegen gegnerische Quarterbacks zulässt. Da die Bears vor der Trade-Deadline die Defense geschwächt haben, wird Fields sicherlich noch mehr passen müssen, um mit Miamis Offense mitzuhalten. Das sollte Fantasy Managern in die Karten spielen.

Trevor Lawrence, Jacksonville Jaguars

Abgesehen von einigen Ausreißern gegen starke Passverteidigungen liefert auch Lawrence in diesem Jahr zuverlässig Fantasy Punkte ab. Mit den Raiders wartet nun das schlechteste Team gegen gegnerische QBs auf ihn. Stolze 23 Punkte lässt Las Vegas dort zu. Dieses Match Up sollten Fantasy Manager auf jeden Fall nutzen.

Sit ‘Em

Tom Brady, Tampa Bay Buccaneers

Trotzt eines recht einfachen Schedules mit gerade mal zwei Top 10 Teams gegen gegnerische Quarterbacks hängt Brady doch deutlich hinter dem Spitzenfeld zurück. Sein einziges Spiel mit mehr als einem Touchdown liegt bereits fünf Wochen zurück. Da verspricht sein Match Up mit den Rams nichts gutes, die ihrerseits nur 13,78 Punkte gegen Quarterbacks zulassen. Wenn ihr andere Optionen habt, lasst Brady diese Woche lieber draußen.

Jared Goff, Detroit Lions

Goff ist der Inbegriff der Inkonstanz, was sein Fantasy-Zahlen angeht. Überragende Spiele wechseln sich mit desaströsen Auftritten ab. Gegen die Defense der Packers, die nur 13,10 Punkte gegen Quarterbacks zulässt, sollte man deshalb nicht allzu viel von ihm erwarten. Die einzige Hoffnung bei Jared Goff ist, dass er diese Woche zuhause ran muss, wo er deutlich besser als auswärts performt. Trotzdem würde ich diesmal doch auf eine andere Lösung zurückgreifen.

Running Backs

Start ‘Em

AJ Dillon, Green Bay Packers

Der zweite Running Back der Packers ist in diesem Jahr eher eine Enttäuschung für Fantasy Manager. Nach seinem starken Saisonauftakt konnte er in den letzten sieben Wochen keinen einzigen Touchdown erzielen. Mit einer schwächelnden Passing Offense und einer noch schwächeren Lions-Run-Defense vor der Brust, sollte sich das diese Woche jedoch ändern. Detroit lässt 28 Punkte gegen Running Backs zu und könnte Dillon zu Goal-to-go Situationen verhelfen, wo er in der Vergangenheit gut eingesetzt wurde.

Tyler Allgeier, Atlanta Falcons

Der Rookie lief zwar in den letzten Wochen nicht unbedingt effektiv, was knapp über drei Yards pro Laufversuch zeigen. Allerdings ist sein Einsatz von Woche zu Woche gesteigert worden. Mit 17 Touches, inklusive einem Receiving-TD, erreichte er ein neues Hoch für ihn. Gegen die schwache Run-Defense der Chargers, die fast 30 Punkte bei Running Backs zulässt, könnte der Workload sogar nochmals nach oben gehen.

Sit ‘Em

Brian Robinson, Washington Commanders

Nach dem großartigen Comeback und der damit einhergehenden Euphorie zog bei Robinsons Fantasy-Managern letzte Woche wieder Ernüchterung ein. Nur acht Runs für insgesamt 20 Yards standen gegen die Colts zu Buche, wobei Indy nicht mal mit einer wirklich guten Run-Defense aufwarten kann. Gegen die Vikings wird das Match Up ungleich schwerer. Vor allem fehlt bei Robinson die Receiving-Komponente, die ihn hinter Gibson und McKissic zurückfallen lässt.

Jonathan Taylor, Indianapolis Colts

Taylors Situation bereitet Fantasy Managern schon die ganze Saison Kopfschmerzen. In dieser Woche konnte er erneut kaum trainieren. Dazu trifft er auf eine Patriots-Defense, welche die drittwenigsten Punkte gegen Running Backs zulässt. Die Colts wären genauso wie Fantasy Manager wären gut beraten, Taylor nochmal eine Pause zu geben, um ihn erstmal richtig fit werden zu lassen. Edit: Mittlerweile steht fest, dass Taylor gegen die Patriots ausfällt.

Wide Receiver

Start ‘Em

Kadarius Toney, Kansas City Chiefs

Für Toney konnte man sich kaum ein passenderes Team als die Chiefs vorstellen. Andy Reid versteht es wie kein anderer, solche Spielertypen mit Gadget-Plays in seine Offense einzubinden. Da dies mit Rookie Skyy Moore noch nicht ganz reibungslos funktioniert, könnte Toney hier schnell eine Rolle finden. Die Titans sind dafür genau der richtige Gegner, da sie das klassische Laufspiel zwar unterbinden können, gegen Receiver aber große Probleme haben. 39,18 Fantasy-Punkte gegen WR bedeutet Platz 27 in der NFL.

Curtis Samuel, Washington Commanders

Wie bereits bei Brian Robinson erwähnt, stellen die Vikings eine recht gute Run-Defense, lassen auf der anderen Seite aber ordentlich Punkte im Passing Game zu (38,01 gegen WR, Platz 26 im Ligavergleich). Das könnte die Chance für die Commanders sein, ordentlich Yards durch die Luft aufzulegen. Das Hauptaugenmerk der Defense wird sicherlich auf McLaurin liegen, was dem flexiblen Samuel Räume und Möglichkeiten eröffnen wird.

Sit ‘Em

Isaiah McKenzie, Buffalo Bills

Abgesehen von Stefon Diggs sollte man die Bills Receivern mit Bedacht aufstellen. Sowohl McKenzie als auch Gabe Davis können jederzeit unverhofft ein Wahnsinnsspiel abliefern und danach wieder für einige Wochen im Niemandsland verschwinden. Genau dort scheint sich McKenzie aktuell zu befinden, ist er doch seit Woche vier ohne Touchdown geblieben. Gegen eine starke Jets-Defense könnte sich seine Durststrecke um eine weitere Woche verlängern. Fantasy Manager sollten sich hier ein besseres Match Up für ihre Flex-Position suchen.

Garrett Wilson, New York Jets

Ähnlich inkonstant sind die Fantasy-Zahlen von Garrett Wilson. Ausreißer wie in Woche zwei gegen Cleveland oder zuletzt gegen die Patriots könnten dazu verleiten, Wilson auch in dieser Woche aufzustellen, insbesondere, da Corey Davis erneut ausfällt. Allerdings ist Garrett auf seinen Namensvetter Zach angewiesen, der in dieser Saison ziemlich enttäuscht. In fünf Spielen konnte er nur drei Passing TDs erzielen, worunter natürlich auch seine WR leiden. Solange sein QB keine nachhaltige Verbesserung zeigt, würde ich Wilson zugunsten eines konstanteren Receivers auf die Bank setzen.

Tight End

Start ‘Em

Gerald Everett, Los Angeles Chargers

Everett war bereits vor zwei Wochen in dieser Kategorie zu finden und konnte direkt 11,3 Fantasy-Punkte gegen die Seahawks auflegen. Nach der Bye-Week wartet mit den Falcons erneut ein gutes Match Up auf ihn. Atlanta erlaubt fast 16 Punkte gegen TEs und gehört damit zu den vier schlechtesten Teams der Liga. Da mit Keenan Allen und Mike Williams die beiden besten Receiver der Chargers ausfallen, sollte Everett eine Menge Targets bekommen.

Evan Engram, Jacksonville Jaguars

So langsam scheint sich zwischen Trevor Lawrence und Evan Engram eine bessere Chemie zu bilden. Engram bekommt mittlerweile die drittmeisten Targets im Team. In der letzten Woche fing er auch endlich seinen ersten Touchdown im Jags-Jersey. Gegen die Raiders könnten da sogar noch welche hinzukommen. Las Vegas ist sogar noch schlechter als Atlanta und lässt über 16 Punkte gegen TEs zu.

Sit ‘Em

Tyler Higbee, Los Angeles Rams

Higbee wurde in den letzten Wochen von mehreren Verletzungen zurückgeworfen. Gegen die Panthers war es das Sprunggelenk, in der letzten Woche eine Nackenverletzung. Nur drei Catches bei acht Targets stehen für ihn in dieser Zeit zu Buche. Auch, wenn er in dieser Woche eigentlich ein gutes Match Up gegen die Buccs hat und nicht auf dem Injury Report stand, wäre es mir zu heikel, Higbee aufzustellen. Das Risiko, dass die Verletzung ihn wieder dazu zwingt, frühzeitig in die Kabine zu gehen, und mein Team ohne Punkte zurückzulassen, ist mir doch zu hoch.

Marc Andrews, Baltimore Ravens

Andrews ist normalerweise eine sichere Bank und auch in diesem Jahr hinter Kelce die Nummer zwei bei den Tight Ends. Allerdings ist auch er momentan nicht richtig fit, was man seinen Fantasy-Zahlen deutlich anmerkt. Einer beinahe Nullnummer in Woche sieben folgten magere 4,8 Punkte gegen Tampa Bay. Und jetzt geht es auch noch gegen die Saints, die eine der besten Bilanzen gegen Tight Ends haben. Auch, wenn gute TEs in diesem Jahr wieder wieder sehr rar sind, schaut mal auf der Waiver-Wire, ob ihr eine Alternative für diese Woche findet. Nach der anschließenden Bye-Week sollte Andrews sicher wieder fit sein.

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Christian Naß
Fantasy Football Experte mit einer Schwäche für Underdogs.

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