Jessys Ausblick Woche 7 – Krise der Oldies?

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Aaron Rodgers und Tom Brady, beide Kandidaten in den vielfach geführten GOAT-Diskussionen der letzten Jahre, kommen nicht so richtig in Fahrt. Sind die Oldies nun über dem Zenit oder liegt es doch an personellen Schwachstellen innerhalb ihrer Units? Die fehlende Qualität der Packers-Passempfänger ist spürbar und ja, die Line der Bucs hat an Qualität verloren. Auch Russell Wilson ist da natürlich nicht zu vergessen. Kein Name in den GOAT-Gesprächen, aber jemand der zur Liga-Lite zählte. Gleichzeitig überraschen langjährige Bankdrücker und Rookies, die QB-Situation in der NFL ist dieses Jahr schon etwas wild.

Es gibt sie noch, Donnerstagsspiele die keine Offensiv-Stinker sind. Während die Cardinals halbwegs unspektakulär unterwegs waren und die Defense mitscoren ließen, zeigte Andy Dalton ein Jameis Winstoneskes Spiel mit 4 Touchdown-Pässen und drei Interceptions. Zwei der drei mit Punkten für Arizona. Vor allem Tight End Juwan Johnson spielte bei den Saints sich in den Vordergrund. Es war nicht sein erstes Spiel mit 2 Touchdowns, allerdings erst Touchdown 5 und 6 seiner Karriere.

Die Cardinals-Offense war wie gesagt unspektakulärer, aber durchaus kreativer und durchdachter als in den vergangenen Wochen. DeAndre Hopkins’ Input ist da natürlich nicht von der Hand zu weisen, der Star-Receiver gab sein Saisondebüt. Er blieb zwar ohne Touchdown, bekam aber direkt die Hälfte aller Bälle von Kyler Murray serviert. Neuzugang Robbie Anderson spielte dagegen keine Rolle, wurde nur ein Mal erfolglos angeworfen.

Frühschicht:

Buccaneers (3-3) @ Panthers (1-5) – live auf ProSieben (Jan Stecker & Patrick Esume)

Du schreibst vergangene Woche ein Power Ranking und weißt nicht ob du bei den Bucs die richtige Wahl getroffen hast… Oh sorry, ich wiederhole mich. Was die Bucs aktuell machen ist blutleer und da kann man dann auch nicht mehr auf die Ausfälle verweisen. Ein Team mit vielen starken Skill Position Spielern muss das irgendwie auf die Reihe bekommen und darf sich nicht von einer Mannschaften geschlagen geben, die zuletzt arge Probleme hatte und zudem mal wieder den QB im Spiel wechseln musste… Ist Brady nun durch? Nicht falsch verstehen, es gibt diverse Teams, die weit größere QB-Probleme haben, aber gegenüber 2021 ist es da schon ein sehr gutes Stück nach unten gegangen…

Die Panthers haben Spiel 1 nach Matt Rhule verloren. Back to the roots, back to CMC hieß es unter der Woche und mit 158 Yards durfte McCaffrey mal den persönlichen Bestwert hinlegen. War es ein Bewerbungsspiel?” So hatte ich meinen Text zu Wochenbeginn formuliert, mittlerweile ist McCaffrey weg und hat den Panthers noch mehrere Picks eingebracht. Den Zweit-, Dritt- und Viertrundenpick der 49ers 2023 und einen Fünftrunder 2024 um genau zu sagen. Für den nötigen Rebuild der Panthers wichtige Draftmunition. Auch andere Spieler wie Brian Burns könnten Carolina noch verlassen und weitere hohe Picks nach Charlotte holen.

Robbie Anderson ist wie weiter oben erwähnt ebenfalls gegangen…im doppelten Sinne. Schon das Spiel in LA verließ er vorzeitig, nachdem es an der Seitenlinie mit dem eigenen Coaching Staff gekracht hatte. Irgendwie wirkt es wie das Ende eines viel zu langen Missverständnisses.

Falcons (3-3) @ Bengals (3-3) – live auf DAZN (Flo Berrenberg)

Zuletzt wurde Marcus Mariota als Starting QB der Falcons mächtig angezählt, vielleicht eine kleine Motivationshilfe. Mariota brannte kein Feuerwerk ab, aber er machte das was man sich erhoffte. Fast keine Fehler, gute Plays – eine Completion Rate über 90%, auch wenn es nur 14 Passversuche und 129 Passing Yards waren. Dazu fand Mariota dann auch endlich mal seinen hochtalentierten Tight End Kyle Pitts. Der 4th Overall Pick des letzten Jahres hatte in dieser Saison noch wenig Impact bei den Falcons. Es war überhaupt erst der zweite NFL Touchdown für Pitts. Trotz über 1000 Yards in der vergangenen Saison, war der Nummer 8 2021 nur ein einziger Touchdown vergönnt gewesen. Seinen ersten Touchdown überhaupt hatte Jaylinn Hawkins als er einen Fumble nach Fumble sicherte.

Die Bengals haben gegen die Saints gewonnen, aber wirklich schlauer fühle ich mich nach dem Spiel nicht. Burrow & Chase funktionierten als Duo, wurden aber von den Saints durchaus eingeladen. Die Bengals Defense hatte mit einer extrem personalgeschwächten Saints Offense so einige Probleme, die sie angesichts der eigenen Ansprüche nicht haben sollten. Zu ihrem Glück warten in den kommenden Wochen mehrere Gegner, deren Offensiven reichlich limitiert sind. In einer engen AFC North können sich die Bengals nun einen wichtigen Vorsprung erarbeiten.

Lions (1-4) @ Cowboys (4-2)

Der Zauber der Lions ist verflogen, vor der letztwöchtigen Bye Week gab es eine drastische 0-25 Pleite gegen den erstmals startenden Bailey Zappe. Ob Detroit nun ein Rezept gefunden haben zumindest offensiv wieder ein paar Schippen draufzulegen?

Die Defense ihres Gegners wird es den Lions nicht einfach machen. Gegen die Eagles haben die Cowboys zwar etwas Anlauf gebraucht, aber in Hälfte zwei wurde vor allem Eagles’ Backup-Tackle Jack Driscoll kräftig überrollt. Am Ende fehlte den Cowboys nur das offensive Element um nach der zwischenzeitlichen Aufholjagd nachzulegen. Vielleicht kommt dieses ja nun in Gestalt von Dak Prescott zurück? Die abenteuerlichen Rufe nach einer QB-Controversy zwischen ihm und Cooper Rush sind jedenfalls vom Tisch, nachdem Vertreter Rush von der Eagles-Defense in seine Schranken verwiesen wurde.

Colts (3-2-1) @ Titans (3-2)

Der Angstgegner ist geschlagen! Die Colts gewannen gegen die Jaguars, nachdem man im ersten Aufeinandertreffen noch richtig mies aussah und 0-24 unterging. Nachdem das erste Quarter wieder ohne Punkte blieb ging es am Ende doch hoch her. Ryan hatte wohl seinen stärksten Auftritt seit langem und blieb gar ohne Sack und Fumble.

Die Titans kommen aus ihrer Bye und haben nun das Spiel um die erste Vorentscheidung. Gewinnt man gegen die Colts haben sie nicht nur einen Sieg mehr auf dem Konto sondern auch beide Duelle gewonnen.

Packers (3-3) @ Commanders (2-4)

Du schreibst vergangene Woche ein Power Ranking und weißt nicht ob du bei den Packers die richtige Wahl getroffen hast. Sind die noch ein Top 10 Team? Oder lässt man sich zu sehr vom Namen blenden? Nun, nach einer ziemlich schmerzhaften Heimniederlage gegen die Jets fühlt es sich stark danach an, dass Top 10 deutlich zu viel war. Eigentlich muss man gegen die Packers nur eins können. Laufen, Laufen, Laufen. Das ist nicht die halbe Miete, das ist locker 90% derer. Wenn dann noch das Special Team versagt und den Gegner durchlässt…

Nur die Commanders werden wissen, wie sie ihr Spiel gegen Chicago gewonnen haben. QB Carson Wentz warf nicht mal für 100 Yards, das hatte man nach den letzten Wochen eher bei seinem Gegenüber Justin Fields erwartet. Besonders feiern durfte aber Brian Robinson. Auf ihn ging der einzige Commanders-Touchdown, seine NFL-Premiere.

Giants (5-1) @ Jaguars (2-4)

Die Giants stehen tatsächlich 5-1, das wirkt noch immer so absurd. Mit den Ravens hat man nun mal eben einen klaren Playoff-Kandidaten aus dem Weg geräumt. Das Spiel lief eigentlich lange zu Ungunsten der Giants, aber das war ein starkes 4th Quarter Comeback, bei dem die New Yorker 10 Punkte Rückstand wett gemacht haben. Das gelang ohne einen wirklichen Go-To-Guy für Daniel Jones. Dessen 19 Pässe verteilten sich auf acht verschiedene Anspielstationen. Rookie Tight End Daniel Bellinger durfte derweil seinen bereits dritten Touchdown der Saison feiern. Vielleicht eine Konstante für die Giants?

Jacksonville hat gekämpft und Trevor Lawrence wollte nach den schlechten Leistungen auch seine Kritiker Lügen strafen. Leider wollte diesmal die Defense nicht mithelfen und brach im letzten Viertel ein. Vor dem Eagles Spiel sprach man in Jacksonville noch von einem überraschenden Playoff-Kandidaten, nun ist man in der Realität erwacht, droht nach drei Niederlagen am Stück den Anschluss zu verlieren.

Browns (2-4) @ Ravens

Die Playoff-Hoffnungen nach gutem 2-1 Start sind erstmal verflogen. Die Limitierung durch Jacoby Brissett ist mittlerweile offensichtlich und es sind noch ein paar Wochen, ehe Brissett seine Vertreter-Rolle ad acta legen kann. Nachdem zwei der ersten drei Niederlagen mit weniger als einem Field Goal waren, gab es von den Patriots eine derbe Abreibung. In der zweiten Hälfte fielen die Browns vor allem Defensiv komplett auseinander. Das war auch verletzungsbedingt, u.a. Myles Garrett musste das Spiel vorzeitig verlassen. Vorher schraubte er sich aber mit Sack 62,5 auf Platz 1 der Franchise-Geschichte. Bisher hatte Browns-Legende Clay Matthews Jr. diesen Rekord inne.

Spätschicht:

Jets (4-2) @ Broncos (22:05 Uhr)

Wo gehören die Jets hin? Waren die Packers so schlecht oder wird das Team von Saleh weiter unterschätzt? Erste Playoff-Rufe wurden bereits vernommen, aber bis dahin ist es noch ein reichlich weiter weg – zumal dieser im Normalfall nur über die Wild Card gehen kann.

Vor der Saison sah ich die Jets auf einem guten Weg, allerdings erst 2023 mit einem positiven Record. Zu unsicher erschien mir die QB-Situation und trotz 4-2 Record ist diese aus meiner Sicht nicht klarer geworden. Zach Wilsons Anteil an den vergangenen drei Siegen hält sich jedenfalls in sehr engen Grenzen und man fragt sich, was mit einem talentierteren QB möglich sein könnte? Hätte man den dritten Erstrundenpick im diesjährigen Draft abgeben sollen um 2023 mehr Draftkapital zu haben? Gerade wenn nun der eigene Pick später stattfinden könnte als ursprünglich erwartet? Naja, im Nachhinein kann man natürlich immer Fragen stellen… Die Defense der Jets ist jedenfalls sehr ordentlich, Sauce Gardner macht großen Spaß.

Es gibt diese 2-3 Momente im Spiel, da spüre ich noch den Russell Wilson, den man sich in Denver erhofft hat. Leider spürt man in den anderen Momenten gar nichts davon. Offensiv waren die Broncos in der 2. Halbzeit kaum existent, die einzigen Punkte entstanden durch ein Field Goal nach einer Interception von Baron Browning. Ansonsten wurde es ein reines Punt Festival. Sechs Drives nach der Halbzeitpause inklusive Overtime, in denen nicht mehr als 11 Yards produziert wurden. Genickbruch war dann der Muffed Punt in der Overtime, als Montrell Washington Fair Catch anzeigte, vom eigenen blockenden Mitspieler angerempelt wurde. Vielleicht sollte der Rookie lernen, dass seine Blocker das Fair Catch Signal nicht hören können…

Texans (1-3-1) @ Raiders (1-4) (22:05 Uhr)

Das Kellerduell der AFC. Beide kommen aus ihren Byes und kämpfen um ihre wohl allerletzte Chance, wobei die Raiders klarer Favorit sein sollten. Allerdings hat Las Vegas mit Nate Hobbs seinen wichtigsten Spieler der Secondary auf die Injured Reserve Liste verloren. Eine gebrochene Hand ist der Grund. Hobbs sagte zwar er könne spielen, aber angesichts des Records wollen die Raiders wohl kein unnötiges Risiko gehen.

Einen ganz großen Erfolg gab es für die Texans unter der Woche. Vielleicht einer, der langfristig so viel besser ist als einzelne Saisonsiege. Jack Easterby ist weg. Der frühere Vertraute von Bill Belichick und Tom Brady bei den Patriots kam 2019 nach Houston und war als Vice President an der Kaderentwicklung beteiligt. Easterby steht stellvertretend für einen sehr merkwürdigen Kurs des Texans Front Offices in den letzten Jahren. Zu seiner Person sei dieser Artikel von Sports Illustrated von Ende 2020 empfohlen.

Seahawks @ Chargers (4-2) (22:25 Uhr)

Sag mal Brandon Staley, willst du Herbert nicht vernünftig werfen lassen oder überschätzen wir alle die Qualitäten des Chargers-QBs? Im Monday Night Game hatte Herbert 37/57 Pässen angebracht. Für kümmerliche 238 Yards. Rodgers brauchte für fast die gleiche Menge 11 Pässe weniger und hatte bereits einen sehr „kurzen“ Tag. Austin Ekeler fing 10 Pässe für 47 Yards. Den Schnitt von 4,7 sollte bei einem Running Back eher der Lauf erzeugen… Für Justin Herbert war es zudem das zweite Karrierespiel ohne einen Touchdownpass. Am Ende gewannen die Chargers zwar, aber aus diesem Sieg kann man nur wenig positives mitnehmen. Trotz aller Probleme 4-2 stehen gehört sicher dazu.

Die Seahawks Defense hatte gegen Arizona einen sehr starken Auftritt. Nur ein einziges Field Goal wurde gegen sie erzielt, der Cardinals-TD enstammte ja einem vergeigten Special Play. Sehr stark präsentiert sich dabei Rookie CB Tariq Woolen. Der Fünftrundenpick könnte zu einem der großen Steals des vergangenen Drafts werden, hat nun in den vergangenen vier Spielen jeweils eine Interception gefangen.

Chiefs (4-2) @ 49ers (3-3) (22:25 Uhr) – live auf ProSieben (Carsten Spengemann & Björn Werner)

Kansas City hat den großen Kampf um die AFC Krone verloren, dennoch wäre es eine massive Überraschung, wenn es im AFC Finale kein Rematch geben sollte. Comeback-Kid Mahomes konnte diesmal im letzten Drive kein Feuerwerk zünden, muss die finale Interception gar auf die eigene Kappe nehmen. Ich weiß nicht ob Taron Johnson da irgendwie von der Line verdeckt war, anders kann ich mir das Geschenk kaum erklären…

Die 49ers haben mich mal wieder fraglos gemacht. Angesichts der extremen Leistungsdünne der NFC jenseits vom Osten und den Vikings hatte ich zumindest San Francisco im Aufwind gesehen. Gegen die Rams und (nicht konkurrenzfähige) Panthers gab es immerhin dominante Auftritte, die Defense war biestig. Gegen die Falcons musste nun zwar Nick Bosa passen, aber hey – gegen die Falcons! Am Ende wurden die 49ers von den Falcons vorgeführt und in der zweiten Hälfte ging dann gar nichts mehr. Selbst der einzige funktionierende Drive endete mit Turnover on Downs und hatte mit 8 Minuten viel zu viel Zeit gefressen, angesichts von 2 TDs Rückstand. Durch Siege der Rams und Seahawks ist es nun auch wieder reichlich kuschlig in der NFC West.

Reagiert wurde seitens San Franciscos unter der Woche mit einem Trade. Christian McCaffrey hat die Panthers verlassen und wechselte einmal quer durch die USA an die Westküste. Die 49ers sehen das Titelfenster offen und möchten sich nun mit aller Macht hineinquetschen. Angesichts einer dünnen Spitzengruppe in der Conference ist das eine legitime Sichtweise All-in zu gehen. Allerdings hat man CMC teuer bezahlt. Zweit-, Dritt- und Viertrundenpick des kommenden Drafts und ein Fünftrunder 2024 sind nun bei den Panthers. Abgesehen von zwei Compensatory Picks am Ende von Runde Drei haben die 49ers 2023 kein Auswahlrecht in den ersten vier Runden, der Erstrunder ging ja im Zuge des Trey Lance-Picks 2021 nach Miami. Da ist nicht viel Spielraum um kommendes Jahr nachzubessern.

Ist CMC überhaupt das Upgrade, welches die 49ers brauchen? Gegenüber Jeff Wilson Jr. stellt er natürlich ein Upgrade da, einen fitten CMC kann jedes Team gebrauchen. Aber er war in den letzten Jahren anfällig und die Verletzungshistorie von 49ers RBs ist ein Kapitel für sich.

Für den verletzten Lance bedeutet der Trade wohl gute Neuigkeiten, denn einen neuen QB kann man bei den 49ers jetzt ausschließen. Da wird man mit dem damaligen 3rd Overall gehen, auch wenn Lance in den vergangenen drei Jahren kaum Spielpraxis hatte. Kann er das Fenster 2023 überhaupt offen halten? Wenn nicht, hat man für einen einzigen title shot massive Ausgaben getätigt.

Sunday Night Game:

Steelers @ Dolphins (3-3) – 2:20 Uhr live auf DAZN (Andreas Renner & Lukas Pietzsch)

Tua Tagovailoa hat das Concussion Protocol verlassen und gilt als einsetzbar. Angesichts der vergangenen Pleiten werden die Dolphins ihren Starter sehr wahrscheinlich zurückbringen. Der Trend muss gestoppt werden, sonst könnte es angesichts der überraschend erfolgreichen Jets eng werden. Auch wenn die Dolphins in den kommenden vier Spielen bis zur Bye Week einen dankbaren Schedule aus Steelers, Lions, Texans und den Brissett-Browns haben. Diese Bye Week sehnt man sicher herbei, wenn man die Verletzungen in der Defense betrachtet. Da wurde nun auch Noah Igbinoghene. Der 2020er Erstrundenpick (#30) konnte seine Wahl bisher noch nicht rechtfertigen, sah in den letzten Monaten nur vereinzelte Special Teams Snaps.

Nachdem die Steelers zuletzt in diversen Power Rankings abgestraft wurden, fühlte man sich in Pittsburgh wohl im Stolz verletzt? Man schlug mit den Buccaneers einen eigentlich großen Namen und zeigte eine gute Reaktion auf die drastische Klatsche bei den Bills. Die Defense stand trotz namhafter Ausfälle, neben TJ Watt musste auch Secondary-Leader Minkah Fitzpatrick passen. Die Verteidigung machte den Job dennoch gut und stand vor allem in der Red Zone so dicht, dass Bucs mehrfach nur das Field Goal nahmen. Dazu sah auch Mitch Trubisky mal sehr ordentlich aus, nachdem er den verletzten Kenny Pickett ersetzen musste. Da Pickett am Freitag das Concussion Protocol verlassen hat, dürfte der Rookie wieder übernehmen.

Monday Night Game:

Bears (2-4) @ Patriots (3-3) – 2:15 Uhr live auf DAZN (Martin Pfanner & Filip Pawelka)

Reden wir bald bei den Patriots von einer QB-Controversy? Man muss den Hut vor Bailey Zappe ziehen, der vor wenigen Wochen ins kalte Wasser geschmissene Rookie spielt äußerst souverän. Nicht übertrieben, sondern strikt nach Plan der Patriots. Den erfüllt er ohne nennenswerte Fehler zu machen. Mac Jones gelang das in den ersten Wochen nicht immer… Realistisch gesehen wird Jones aber in Kürze wieder übernehmen, den Kredit sollte er noch aus der Vorsaison haben. Allerdings wird er nun mit einer unerwarteten Drucksituation zurechtkommen müssen.

Eine solche QB-Diskussion würde man sich in Chicago wünschen. Das Spiel gegen Washington war traurig, mehrere Drives bei denen man ordentlich über das Feld kam endeten mit Ballbesitz für die Commanders. 1 Yard, 2 Yards, 4 Yards. Das waren die drei Restentfernungen zur Endzone, in welchen die Bears jeweils ohne Punkte aus dem Drive gingen. Und dann kommen dann auch noch WTF-Plays dazu wie dieser komplett vergurkte Punt Return-Versuch von Velus Jones Jr.

Bereits der zweite kostspielige Muffed Punt von ihm innerhalb von drei Spielen.

Bye: Bills (5-1), Rams (3-3), Vikings (5-1), Eagles (6-0)

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