Free Agency Recap – NFC West

Heute schauen wir in unserem Free Agency Recap auf die NFC West. Welche Moves waren gut, welche nicht? Und welche Needs sind noch offen?

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Lesezeit: 10 Minuten

Herzlich willkommen zur letzten Ausgabe des Free Agency Recaps bei Lead Blogger! Sieben Ausgaben haben wir bereits hinter uns und heute kommt der krönende Abschluss mit der NFC West inklusive des Super Bowl Gewinners, den L.A. Rams. Der Draft rückt mit DK-Metcalf-Schritten näher, wenn er Budda Baker verfolgt. Nächste Woche wissen wir bereits, ob die Front Offices der NFL unsere Artikel gelesen haben und nach unseren Empfehlungen draften. Spaß beiseite, nie zeigen uns Franchises so offen, welche Positionen sie als Baustellen ihrer Kader identifiziert haben. Und ob sie dabei mit uns übereinstimmen, schauen wir uns heute im Team für die NFC West an. Viel Spaß beim Lesen und mitdiskutieren!

Los Angeles Rams (René Jaschko)

Bester Move: WR Allen Robinson, Free Agent Signing, 3 Jahre – 46,5 Mio. $

Die Saison der Rams war von einigen Höhen und Tiefen geprägt. Nach einem sehr starken Saisonstart sah L.A. einige Spiele lang wenig souverän aus. Die Rams haben es der Schwäche der Cards auf der Zielgeraden zu verdanken, dass man am Ende die Division gewinnen konnte. In der K.O.-Runde drehte das Team dann wieder auf. Es gibt sicher einige Erklärungen für dieses Auf und Ab. 

Interessanterweise fiel der Leistungsabfall des Teams mit der Verletzung von Robert Woods zusammen. In den Playoffs hatte sich dann Odell Beckham in den Vordergrund gespielt. Nach dessen Verletzung im Super Bowl lief offensiv nur noch wenig zusammen. Ganz offensichtlich hat der Nummer zwei Receiver im System von Sean McVay eine besondere Bedeutung. Die Verpflichtung von Allen Robinson als neue Nummer Zwei ist da natürlich ein besonderer Coup. Robinson war in seiner Zeit in Jacksonville und Chicago ein durchaus produktiver Receiver, hatte aber wie kein anderer unter schlechtem QB-Play zu leiden. 

Wie so oft in der Free Agency hat es natürlich auch seinen Grund, warum Robinson auf dem Markt kam. 2021 war sein mit Abstand schlechtestes Jahr bisher, in dem er seinen Status als Nummer Eins an Darnell Mooney verlor. In Los Angeles ist nun der Anspruch an ihn ein ganz anderer. Wenn Robinson die neue Rolle als zweiter Receiver annimmt und zu alter Stärke zurückfindet, wird die Rams Offense auch im nächsten Jahr schwer aufzuhalten sein.

Schlechtester Move: CB Darius Williams, Vertrag nicht verlängert, jetzt Jacksonville Jaguars

Bei der Teambuilding Strategie der Rams ist es keine Überraschung, dass man einige Spieler nicht halten kann. Deshalb war der Abgang von Williams wohl kaum vermeidbar, tut aber trotzdem besonders weh. Die Rams müssen jetzt mit Spielern wie Grant Haley oder dem letztjährigen Rookie Robert Rochell als Starter gegenüber von Ramsey in die Saison gehen. Gleichzeitig hat sich auch der Pass Rush durch den Abgang von Von Miller verschlechtert. 

Für die Mission Titelverteidigung wäre es wichtig, dass die Defense ihr gutes Niveau des letzten Jahres halten kann, als sie die fünftbeste nach DVOA war. Dafür muss man in Los Angeles darauf setzen, dass man weiterhin erfolgreich späte Draftpicks zu soliden NFL-Spielern entwickeln kann. 

Größter Draft Need: Cornerback

Wie bereits gerade erwähnt, klafft auf Cornerback eine große Lücke gegenüber von Jalen Ramsey. Da die Rams keinen Pick in den Top 100 haben, sollte man aber nicht erwarten, über den Draft einen sofortigen Starter zu finden. Eine weitere Baustelle ist der zweite Outside Linebacker Spot.

Arizona Cardinals (Christian Kaufmann)

Bester Move: TE Zach Ertz, Vertragsverlängerung, 3 Jahre – 31,65 Mio. $

Viele nennenswerte Verpflichtungen gab es bisher nicht im „Valley of the Sun“. Neben den beiden Ex-Vikings CB Jeff Gladney & LB Nick Vigil waren es hauptsächlich eigene Free Agents, die verlängert wurden. Allen voran „18-Touchdown-Mann“ RB James Conner und Ex-Eagles Tight End Zach Ertz. Beide fallen nicht unter die Kategorie „Schnäppchen“, aber vor allem Ertz könnte sich nach dem Abgang von Slot Receiver Christian Kirk als essenzielle Anspielstation über die Mitte des Feldes entpuppen. 2021 war er nach seiner Ankunft in Phoenix sogar Reception Leader. 2022 könnte er mit dem wieder genesenen und ebenfalls verlängerten Maxx Williams ein spannendes Tight End-Duo bilden.

Schlechtester Move: keine Free Agency Verstärkung auf CB & Edge

Reisende soll man bekanntlich nicht aufhalten – vor allem wenn Sie woanders völlig überbezahlt werden. Somit kann man die Abgänge von Chandler Jones und Christian Kirk nicht wirklich kritisieren. Verpflichtungen gab es wie gesagt nicht viele, darum kann man eigentlich nur beanstanden, dass GM Steve Keim keinen dicken Free Agent an Land gezogen hat. Ein echter Nummer 1 Cornerback wie J. C. Jackson hätte die Defense sofort auf ein anderes Level heben können. Auch ein namhafter Pass Rusher hätte nicht geschadet. Sicher, für die Top Free Agents hätte Arizona viel Geld in die Hand nehmen müssen, aber offener war die NFC lange nicht mehr. Ein bisschen mehr Aggressivität hätte vermutlich nicht geschadet.

Under the Radar Move: TE Maxx Williams, Vertragsverlängerung, 1 Jahr – 1,273 Mio. $

In Woche 5 verletzte sich Tight End Maxx Williams nach einem sehr vielversprechenden Start in die Saison 2021. Direkt danach sicherte sich Arizona via Trade mit Zach Ertz einen direkten Ersatz. Kommende Saison sollen nun beide gemeinsam auflaufen, Williams kostet dabei nicht viel Geld und könnte trotzdem ein wichtiges Puzzleteil in der Offense der Cardinals werden.

Honorable Mention: Mit Colt McCoy hat Arizona einen der besten Ersatz-Quarterbacks der Liga in seinen Reihen. Auch sein Vertrag wurde verlängert und ist zwar nicht unbedingt günstig (2 Jahre, $7,5 Mio.) aber ein bisschen was darf man sich den Luxus eines verlässlichen Backup-Quarterbacks schon kosten lassen.

Größter Draft Need: Pass Rush

Nachdem der Vertrag von A.J. Green doch noch verlängert wurde, bleibt auf Wide Receiver nur der Abgang von Christian Kirk zu kompensieren. Hier steht der letztjährige Rookie Rondale Moore bereit. Damit ist ganz klar der Pass Rush die größte Baustelle. Nach dem Abgang von Chandler Jones wird dringend ein zweiter Pass Rusher gegenüber von Markus Golden benötigt. Hier sollte im Draft auch an Position 23 noch ein spannendes Prospect zu haben sein. Im weiteren Verlauf des Drafts sollte das Team trotzdem auf Wide Receiver nachlegen, Green ist keine langfristige Antwort mehr. Auf Cornerback gibt es einige Fragezeichen, aber auch einiges an Hoffnung. Trotzdem wäre das Stand jetzt #3 auf der Prioritätenliste für den Draft.

San Francisco 49ers (Benedikt Jakobi)

Bester Move: CB Charvarius Ward, Free Agent Signing, 3 Jahre – 40,5 Mio. $

Die 49ers haben nicht viele splashy Moves in der Free Agency abgewickelt. Daher gab es nicht viel Auswahl für das beste Signing. Ich bin mir bei Charvarius Ward auch nicht wirklich sicher, ob ich das Signing sportlich so gut finde. Ward ist ein Cornerback, der jetzt in seine Prime kommt und letztes Jahr gezeigt hat, dass er das Potenzial zum Nummer 1 Cornerback hat. Allerdings war dies auch sein stärkstes Jahr bisher in der NFL. Ob er das konstant abrufen, oder sich gar weiter steigern kann, ist offen. Bei allem sportlichen Zweifel will ich den Move der 49ers trotzdem honorieren. Die Cornerback-Position ist schon seit Jahren die größte Baustelle im Roster. Die Strategie eher viele gute Cornerbacks in den Reihen zu haben und die Position nicht mit einem Topspieler zu bekleiden, ging in den letzten Jahren nicht gut auf. Oft haben Verletzungen einen Strich durch diese Rechnung gemacht. Daher finde ich es gut, dass die 49ers nun Geld in die Hand genommen, die Position priorisiert und einen Spieler mit Potenzial zum Star verpflichtet haben.

Schlechtester Move: RB Raheem Mostert, Vertrag nicht verlängert, jetzt Miami Dolphins

Raheem Mostert ist als Running Back wie geschaffen für das Scheme von Head Coach Kyle Shanahan. Kein Wunder, dass er zu den Dolphins abgewandert ist, wo der ehemalige 49ers Running Game Coordinator Mike McDaniel nun Head Coach ist. Ich bin jedoch verwundert, dass die 49ers ihn haben ziehen lassen, zumal er bei den Dolphins nur einen Einjahresvertrag über knapp 2 Millionen Dollar mit einer Garantie von 1 Millionen Dollar erhält. Das Geld hätte San Francisco locker mitgehen können. Klar, man hat mit Elijah Mitchell einen Spieler im zweiten Jahr, der als Rookie positiv überrascht hat und als Lead Back gesetzt sein dürfte. Auch für die Tiefe dahinter hat man mit JaMycal Hasty und Jeff Wilson verlängert und der letztjährige Drittrundenpick Trey Sermon ist ja auch noch da. Aber dennoch: Mosterts Stärken weiß man sehr gut einzuschätzen und einzusetzen. Ich hätte eher Mostert verlängert und Hasty oder Wilson ziehen lassen, selbst wenn das etwas teurer gewesen wäre. Daher für mich kein guter Move, ihn einfach so ziehen zu lassen.

Größter Draft Need: Defensive Backs

Selbst nach der Verpflichtung von Charvarius Ward auf Cornerback ist die Secondary der 49ers einigermaßen löchrig. Hinter Ward fehlt es an einem weiteren guten Corner, vor allem wenn Emmanuel Moseley nach dem Abgang von K’Waun Williams in den Slot rückt. Auf Safety hat man sich mit George Odum von den Indianapolis Colts verstärkt, der jedoch eher ein Rotationsspieler sein dürfte. Auch hier könnte man eine weitere Verstärkung neben dem gesetzten Jimmie Ward gut vertragen. Die 49ers sollten weiterhin eine der stärkeren Fronts der Liga haben, sie müssen aber im Draft Baustellen in der Secondary schließen, ansonsten könnte die starke Front ins Leere laufen.

Seattle Seahawks (Martin Brandtner)

Bester Move: Russell Wilson Trade to Denver Broncos – 2 First Rounder, 2 Second Rounder, 1 Five Rounder, QB Drew Lock, TE Noah Fant, DE Shelby Harris im Gegenzug für Russell Wilson und 1 Fourth Rounder

Viele würde jetzt sagen, das war einer der besten Moves, einen Top 10 Quaterback im “erweiterteb besten Alter” zu traden und dafür keine 3 First Rounder zu bekommen? Fragt nach in Houston.
Ich sehe das anders, die Seahawks haben für mich letzte Saison ganz klar gezeigt, dass sie einen Rebuild benötigen, ohne wenn und aber. Klar, ist ein Rebuild mit einem Top 10 Quaterback leichter als ohne, doch ein Top 10 Quaterback mit 33 Jahren hat schon ein sehr hohes Gehalt. Wilson unterzeichnet erst 2019 einen 140 Mio. $ Deal über 4 Jahre.
Nach der Wild Card Game Niederlage im Jahr 2021, gegen die Rams (20:30), deutete schon einiges auf eine nicht mehr so erfolgreiche Saison hin. Für mich war damals schon klar: Die Seahawks benötigten einen Rebuild und das am Besten ohne Wilson und Carroll.
Vor der letzten Saison dachten viele bei den Seahawks, dass sie mit Wilson nochmals angreifen wollen, so auch die Lead Blogger Preview Autoren. Doch nach einer 7:10 Saison wissen es viele besser. Im letztjährigen Draft mit nur 3 Picks wurde in Runde 2 D’Wayne Eskridge geholt um Wilson noch mehr Möglichkeiten zu geben, neben den beiden Top Receivern Tyler Lockett und DK Metcalf. Eskridge konnte nicht überzeugen, ganz im Gegensatz zu Lockett (der seine beste Saison hatte) und Metcalf.
Ich bin trotzdem der Meinung für die Seahawks war es eine Win-Situation. Sie haben ihren 33 Jährigen Top 10 Quarterback für 2 First Rounder, einmal davon 9th Overall, 2 Second Rounder, einer davon 40th Overall bekommen. Dazu einen QB, mit dem man ein Jahr überbrücken kann und einen guten TE. Auch DE Shelby sollte eine Verstärkung für die Defense sein.

Dazu sparen die Seahawks heuer 11 Mio. $ an Gehalt ein bei 26 Mio. $ Dead Money. 2023 sind es nochmals 27 Mio. $ die an Gehalt eingespart werden.
Natürlich könnten man sagen, die Seahawks haben sich etwas über den Tisch ziehen lassen und nicht genug für Wilson bekommen. Ich sage, es war kein „schlechter“ Deal für die Seahawks in ihrer Situation.

Schlechtester Move: Pete Carroll – immer noch Head Coach

Warum hier nicht Wilson steht, habe ich ja bereits geschrieben. Dass die Seahawks einen Rebuild benötigen, habe ich auch bereits erwähnt. Für mich ist allerdings auch klar: Mit Carroll als Headcoach wird das nichts mehr. Alleine wenn man seine Interviews sieht/hört und auch liest, die er seit Ende 2021 gibt.
Carroll sieht in QB Drew Lock ihren Starting QB für die Saison 2022. Was man von Lock bekommt bzw. nicht bekommt hat man ja bei den Broncos gesehen. Nicht viele sehen in Lock einen Starting QB und schon gar keinen, mit dem man in die Playoffs kommen kann. Vor allem mit der O-Line, welche es in Seattle gibt, kein Vergleich zur der in Denver. Wenn Wilson da schon immer um sein „Leben“ gelaufen ist, wie wird’s dann Lock gehen?
Das mache ich Carroll zum Vorwurf, er hatte seit Jahren einen Top 10 Quarterback, hat es aber nie geschafft ihn ordentlich zu beschützen. Receiver bzw. Runningback hatten die Seahawks immer wieder mal Gute, doch eine O-Line wie man sie in Denver oder Dallas kennt – kennen sie in Seattle nur vom Fernsehen.
Wilson ist weg, Carroll immer noch da. Die Seahawks bräuchten einen Rebuild ohne Carroll – Frischer Wind würde hier vermutlich guttun. Mit dem vorhanden Draftkapital und dem frei gewordenen Cap Space kann man schon einiges machen.

Under the Radar Move: Quinton Jefferson, Free Agent Signing – 2 Jahre, 9,5 Mio. $

Neben Shelby Harris, der im Wilson Trade von den Broncos kam, verstärkten die Seahawks ihre Defense Line mit Veteran Quinton Jefferson. Der mittlerweile 31-Jährige wurde 2016 selbst von den Seahawks gedraftet ehe es ihn 2020 zu den Bills verschlug. Nach einer Saison in Buffalo kam er letzte Jahr zu den Chargers und dort war er einer der Besseren in der Defense. Als Stammspieler startet er in allen 17 Spielen und hatte so etwas wie seinen zweiten Frühling. 4,5 Sacks und 2 Forced Fumble waren jetzt nicht so schlecht. Nun ist er wieder zurück im Nordwesten der USA und sollte die D-Line der Hawks, gemeinsam mit Shelby, stabilisieren.

Größter Draft Need: Rebuild, Talent in fast jedem Mannschaftsteil

Klar, die Seahawks brauchen nach dem Abgang von Russell Wilson einen neuen Starting Quaterback. Sie werden auch bei vielen Experten mit einem QB in Verbindung gebracht. Ich habe bei ihnen die Namen Willis, Corral oder auch Ridder gelesen, doch die QB-Klasse gilt gemeinhin nicht als talentierteste. Daher wäre es eher sinnvoll zuerst das Drumherum aufzubauen und dann mit einem talentierten, jungen QB anzugreifen.
Der Seahawks Kader hat einige Löcher zu bieten und viele Experten sagen ja gerne, ein Football Spiel wird an der Line gewonnen. Egal ob jetzt Defense oder Offense. Genau dort, in der Offense Line sind viele Löcher zu finden. Right Tackle, Left Tackle und auch Center gelten als Positionen, die im Draft angegangen werden müssen. Darüber hinaus wären Verstärkungen bei den Cornerbacks, Edge-Rushern und Linebackers wichtig und auch als “Needs” gesehen.

Ihr seht also, fast in jedem Mannschaftsteil gibts Verbesserungsbedarf bei den Seahawks. Über das WR-Duo braucht man ja nicht viel sagen, Tyler Lockett und DK Metcalf sollten jedem ein Begriff sein, doch dahinter fehlt die Unterstützung. Ein Slot Receiver würde den Seahawks noch gut zu Gesicht stehen.
Einzig auf Safetys sehe ich wenig Handlungsbedarf, hier hat man mit Jamal Adams und Quandre Diggs eines der besseren Duos in der NFL.

Ausblick

Das war’s. Acht Ausgaben sind in den Büchern. Vielen Dank an alle, die an der Serie mitgewirkt haben, besonders auch an unsere beiden Gäste Sebastian Fehr bei der NFC North und Christian Kaufmann bei der NFC West. Natürlich geht auch ein Dank an alle Leser, die der Serie gefolgt sind. Wenn ihr nicht schon alles kennt, schaut gerne auch noch einmal in die anderen Ausgaben. Ansonsten bleibt uns nicht viel übrig, als euch viel Spaß beim Draft zu wünschen. Auch rund um den Draft gibt es bei uns Artikel, Mock Drafts, Analysen und vieles mehr. Schaut vorbei und bleibt abgesehen vom Draftfieber gesund!

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