Three and Out 2021: Secondary

Vor Week 16 in der NFL: Welche Cornerbacks und Safeties haben bisher überrascht? Welche haben enttäuscht? Three and Out ordnet euch die Secondary ein!

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Nachdem ich letzte Woche von der Offense in die Defense gewechselt bin und die Gewinner und Verlierer der Front Seven eingeordnet habe, ist heute die Secondary dran. Daher habe ich mich mit den Cornerbacks und Safeties auseinandergesetzt und diese bewertet. Damit ist die defensive Seite des Balls nach zwei Wochen auch schon erledigt. Aber das wars noch nicht mit Three and Out für dieses Jahr. Weiter unten im Ausblick seht ihr, was euch noch erwartet. Aber jetzt erst mal, viel Spaß mit den Defensive Backs!

Gewinner

J.C. Jackson (New England Patriots)

In den vergangenen Jahren standen Spieler wie Stephan Gilmore oder die McCourty-Brüder mehr im Fokus der Öffentlichkeit, wenn es um die Passverteidigung der New England Patriots ging. J.C. Jackson spielt jedoch schon eine ganze Weile auf einem sehr hohen Cornerback-Niveau. Nach dem Abgang von Gilmore wurde das auch deutlich sichtbarer. Jackson ist einer der besten Cornerbacks der NFL in dieser Saison und das sowohl in Man als auch in Zone Coverage. Er hat die meisten verteidigten Pässe, die zweitmeisten Interceptions und eines der niedrigsten Passer Ratings Allowed. Und diese Dominanz sieht man auf dem Feld. Mit Jackson kann der gegnerische offensive Gameplan diktiert werden. Der Erfolg der Patriots Defense ist also zu einem großen Teil Jackson zu verdanken. Das macht ihn zu einem Gewinner der Saison!

Trevon Diggs (Dallas Cowboys)

Bei Trevon Diggs kann ich mehr oder weniger den Text von Jackson kopieren und einfügen. Auch Diggs spielt eine wahnsinnig dominante Saison auf der Cornerback-Position. Er hat sogar noch etwas bessere Statistiken wie Jackson mit den meisten Interceptions der ganzen Liga. Außerdem hat er leistungstechnisch den noch größeren Sprung im Vergleich zur Vorsaison gemacht. Die Cowboys Secondary war eine der anfälligsten in der letzten Spielzeit. Damals hat Diggs oft noch zu viel gewollt und nicht diszipliniert genug gespielt. Dieses Jahr nimmt er reihenweise #1-Receiver aus dem Spiel. Natürlich profitiert die Defense auch von der Umstellung des Schemes durch den neuen Defensive Coordinator Dan Quinn und anderen individuellen Spitzenspielern wie beispielsweise Micah Parsons. Aber Diggs Leistungsexplosion hat der Secondary ein ganz neues Selbstverständnis verpasst. Ein riesiger Gewinner der bisherigen Saison.

Kevin Byard (Tennessee Titans)

Safeties sind nicht gerade die Stars in der NFL. Ihnen wird nicht die größte Beachtung geschenkt und so wusste der Standard-NFL-Fan vor der Saison wahrscheinlich nicht unbedingt, was er von Kevin Byard von den Tennessee Titans zu erwarten hatte. Doch Byard spielt eine starke Saison. Besonders die Spieltage fünf bis neun, als er vier seiner fünf Interceptions des Jahres erzielt hat, haben den Fokus auf ihn gelenkt. Byard überzeugte besonders in dieser Phase, aber auch sonst in der Saison, als Ballhawk mit sehr guten Instinkten. Bei Pässen mit über 10 Air Yards hat er mit einer Ballhawk-Rate von 40% ligaweit den besten Wert. Damit diktiert Byard ein Stück weit, wie gegnerische Teams gegen die Titans tief gehen können. So auf das Spiel einzuwirken ist extrem wertvoll und hatte ich in der Offseason von Byard noch nicht erwartet. Somit: Er ist für mich der Gewinner auf Safety der bisherigen Saison.

Verlierer

Jamal Adams (Seattle Seahawks)

Ich wüsste gerne, was Head Coach Pete Caroll und GM John Schneider inzwischen hinter verschlossenen Türen über den Jamal Adams Trade sagen. Die New York Jets bekamen zwei First-Round-Picks und ein Third-Round-Pick für einen Safety, der zweifelsohne extrem stark im Pass Rush und Blitzing Game ist. Aber auch klare Schwächen in Pass Coverage hat und nicht gut darin ist, als Safety von hinten nach vorne zu verteidigen. Und weil der hohe Tradewert die Franchise natürlich an Adams bindet, hat man ihn konsequenterweise auch noch den höchsten Vertrag aller Safeties in der NFL ausgehändigt. Die Erwartungen an Adams waren vor der Spielzeit also super hoch. Er hat vor seiner Verletzung auch keine katastrophale Saison gespielt. Besonders zu Beginn des Jahres waren seine Leistungen als Blitzer herausragend, später in der Saison haben sich Teams jedoch besser darauf eingestellt. Alles in allem ist sein Spiel aber nicht konstant genug und besonders in Coverage auch einfach nicht gut genug, um die Erwartungen zu erfüllen und die hohen Picks zu rechtfertigen. Besonders wenn man bedenkt, dass der 2022-First-Rounder der Seahawks in den Top10 liegen könnte. Die Jets haben den Trade aus meiner Sicht klar gewonnen, womit Adams als ein Verlierer der Saison anzusehen ist.

Byron Jones (Miami Dolphins)

Die Erwartungen an Byron Jones waren hoch, als er 2020 nach Miami zu den Dolphins kam. Das erkennt man unter anderem am sechsthöchsten Cornerback-Vertrag in der gesamten Liga (gemessen am jährlichen Durchschnittsgehalt). Diese Erwartungen konnte er schon letztes Jahr nicht erfüllen. Er war der klare #2-Cornerback hinter Xavien Howard und spielte gemessen an allen statistischen Werten deutlich schlechter, als in seinen Jahren bei den Dallas Cowboys. Vor dieser Saison bestand die Hoffnung, dass Jones sich im Team etablieren und seine Leistung steigern würde. Doch diese Erwartung wurde enttäuscht. Jones läuft weiter seiner Form hinterher und steht in der internen Hackordnung weiter klar hinter Howard. Er erlaubt 2021 60,5 % Completions bei Targets in seine Richtung und ein Passer Rating von 102.7. In seiner letzten Cowboys Saison 2019 waren das im Vergleich 53,1% und ein Passer Rating von 87.7. Die fehlende Steigerung und die dem Gehalt nicht entsprechende Leistung machen Jones zu einem Verlierer der Saison.

Jeff Okudah (Detroit Lions)

Bei Three and Out ist der Umgang mit verletzten Spielern immer schwierig. Jeff Okudah hat 2021 nur ein Spiel gemacht und sich dann für den Rest der Saison verletzt. Seine Leistung diesen Jahres kann also nicht bewertet werden. Aber dennoch ist er für mich ein klarer Verlierer der Saison. Er wurde 2019 als #3 Overall Pick von den Detroit Lions gedraftet. Man muss sich vor Augen halten, was das für ein hoher Pick ist. Ich will den Positional Value von Cornerbacks nicht klein reden, aber man hätte hier auch einen Quarterback draften oder downtraden können, um den eigenen Trade Value zu maximieren. Wenn man an dieser Stelle einen Cornerback draftet, muss man sich sicher sein, dass er einschlägt und direkt ein Leistungsträger wird. Das war Okudah in seiner ersten Spielzeit überhaupt nicht. Er war einer der schwächeren Cornerbacks der Liga. Somit waren die Erwartungen vor der Saison groß, dass er endlich seinen Draftstatus gerecht wird. Das konnte er wegen der Verletzung nicht in Angriff nehmen. Und so geht er nächstes Jahr in sein drittes Profijahr und quasi letzte Chance, nicht als kompletter Bust abgestempelt zu werden.

Ausblick

Jetzt reicht es aber auch mit Coverage und Interceptions. Welche Spieler seht ihr auch als Gewinner beziehungsweise Verlierer? Wo gehen eure Meinungen in eine andere Richtung? Lasst gerne Feedback da! Das war die letzte Three and Out Ausgabe für diese Saison, die sich mit den Spielern beschäftigt hat. In zwei Wochen – und somit pünktlich vor dem letzten Spieltag und dem Black Monday – beschäftige ich mich noch mit den Coaches. Bis dahin, frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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