Recap Woche 6 – Texans @ Colts

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Die Mission First Overall Pick läuft für die Texans weiter wie geschmiert. Man verlieren munter weiter, während mit den Jaguars der nächste Konkurrent den ersten Saisonsieg eingefahren hat. So belegt Houston aktuell Platz 4 in der Draft Order. Da sie aber noch gegen Platz 2 (Jacksonville) und 3 (Miami) spielen, haben die Texans ihr Schicksal selbst in der Hand. 

Leider war der Auftritt des Teams in dieser Woche bei weitem nicht so ansehnlich wie gegen die Patriots. Von Beginn an lief in der Offense so gar nichts rund. Aber der Reihe nach…  

Statistikhighlights

Die Defense der Texans ist wirklich schlecht und braucht eine komplette Runderneuerung. Mit den 388 Yards gegen die Colts haben wir in jedem Spiel mehr als 350 Yards zugelassen. Im Schnitt sind es sogar fast 400 Yards. Die Punktedifferenz von -80 ist die schlechteste der NFL. In so gut wie jeder Statistik gehören wir zu den 10 schlechtesten Defenses der Liga.

Kurios: Die Texans haben selbst nur 35 Yards weniger als die Colts erreicht. Die Differenz bei den Punkten (28) ist ähnlich groß.

Spielverlauf

Erste Hälfte

Da die Defense zu Beginn noch einigermaßen mithalten konnte, hielten die Texans das Spiel in der ersten Hälfte relativ eng. Die Offense leistete sich aber immer wieder Aussetzer, die sich häufig als Drivekiller erwiesen. Beim ersten Drive war ein eine False Start Penalty und eine verpasste Zuordnung in der Offensive Line. Beim zweiten dann ein Holding, gefolgt von einem Lauf mit Raumverlust und einem verpassten Block von Tytus Howard. So setzte sich das immer weiter fort: Ein vermasselter Screen, der uns aus der Field Goal Range brachte, eine gedropte Interception an der Goalline und ein verpasster Block von David Johnson. So standen für die Texans magere drei Punkte zu Buche. 

Die Colts spielten ebenfalls nicht fehlerfrei, konnten aber mit einem langen Touchdown von Parris Campbell in Führung gehen. Carson Wentz fand die Lücken in unserer Zonenverteidigung mit Leichtigkeit, da unsere Defensive Line erneut nur sehr selten Druck aufbauen konnte. Halbzeitstand: 10:3.

Zweite Hälfte 

Leider konnte Houstons Defense in der zweiten Hälfte nicht mehr mithalten, weshalb die Colts sehr schnell davon zogen. Gleich beim ersten Spielzug machte Mills einen typischen Rookiefehler, als er Darius Leonard in der Mitte komplett übersah. Bei der nächsten Angriffsserie überwarf er dann einen Slant bei 3rd Down. Culley entschied sich völlig überraschend gegen einen 4th Down Versuch. Beim Stand von 17:3 nahe der Mittellinie ist diese Entscheidung nicht nachzuvollziehen. 

Im Gegenzug erhöhten die Colts um weitere 7 Punkte und damit auch den Druck auf unseren jungen QB. Der nächste Drive wurde durch einen Drop von Conley bei 3rd und einem komplett vermasselten Block von Scharping bei 4th Down beendet. Die letzten Angriffe resultierten in Turnovern, einem Fumble von David Johnson und eine haarsträubende Interception von Mills. So gewann Indianapolis schlussendlich verdient mit 31:3.

Was hat besonders gefallen

Nichts aus dem Spiel, wohl aber die Moves danach. Whitney Mercilus und Andre Roberts wurden direkt am Montag entlassen. Es ist ein gutes Zeichen für die Texans, dass man auf anhaltende schlechte Leistungen reagiert und nun den jüngeren Spielern Chancen einräumen möchte. Ich könnte mir gut vorstellen, dass wir in den nächsten Tagen und Wochen noch weitere Cuts sehen werden. 

Was sollte noch besser werden

Brandin Cooks fand in der Pressekonferenz nach dem Spiel die absolut richtigen Worte: „Das ist ein undiszipliniertes Team.“ Das trifft nicht nur in Bezug auf Strafen zu, das Team erlaubt sich auch einfach viel zu viele Fehler.

So gut mir die Konsequenzen gefallen, die zuletzt gezogen wurden, sorgen doch einige Personalentscheidungen für Verwirrung. Wie bereits letzte Woche wurde Charles Omenihu wieder nicht berücksichtigt, obwohl er die Defensive Line in Pressure Rate anführt. Dann wurde auch noch Lonnie Johnson auf die Bank gesetzt, obwohl er in den letzten Spielen jeweils eine Interception gefangen hat. Sein Ersatz, Terrence Brooks, ließ mehrere Big Plays, unter anderem den langen TD am Ende des ersten Viertels zu, bei dem er sich dann auch noch verletzte. 

Ausblick

Die nächste Woche wird nicht nur spielerisch eine große Herausforderung werden. Die Texans sind bei den ungeschlagenen Cardinals zu Gast, wodurch es zu einem Wiedersehen mit den früheren Texans DeAndre Hopkins und JJ Watt kommt. Diese beiden Namen wecken Erinnerungen an deutlich bessere Zeiten, von denen das aktuelle Team leider weit entfernt ist.

Key Matchups

Die ehemaligen Texans-Stars gehören auch zu den entscheidenden Matchups am Sonntag. DeAndre Hopkins ist so gut, dass er nicht einmal die Lücken in unserer Zonenverteidigung finden muss, um ein Spiel zu dominieren. Ich sehe niemanden in unserer Secondary, der es mit Nuk aufnehmen könnte.

JJ Watt wird es auf der anderen Seite wohl mit Charlie Heck zu tun bekommen. Der junge Right Tackle hatte abgesehen von einem Blackout im ersten Drive einen recht unauffälligen Auftritt. Da Watt immer besser in die Saison findet, sehe ich auch hier das bessere Ende für die Cardinals.

Selbst mit einem nahezu fehlerfreien Auftritt würde für die Texans in Arizona nichts zu holen sein. Wenn die Texans genauso undiszipliniert auftreten wie gegen die Colts, könnte uns wieder eine richtige Klatsche erwarten. Spannend wird sein, ob Tyrod Taylor wieder fit wird und ob man ihn anstatt Davis Mills starten lässt. 

Nichtsdestotrotz: Go, Texans! Horns Up!

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