Seattle Seahawks @ Indianapolis Colts – Week 1

Vor dem Spiel der Seahawks bei den Colts haben Tim und ich uns überlegt, welche Faktoren ausschlaggebend für einen Sieg sind. Daraufhin sind wir auf folgende Thesen gekommen.

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Vor dem Spiel der Seahawks bei den Colts haben Tim und ich uns überlegt, welche Faktoren ausschlaggebend für einen Sieg sind. Daraufhin sind wir auf folgende Thesen gekommen:

  1. Seahawks werden ohne Blitze keinen Druck auf Wentz ausüben können.
  2. Seattle wird auf Early Downs mehr passen als laufen und damit erfolgreich sein.
  3. Entscheidend für den Sieg wird das Duell der Seahawks Wide Receiver gegen die Defensive Backs der Colts sein.
Seahawks @ Colts
https://rbsdm.com/stats/box_scores/

Am ersten Spieltag der Saison reisten die Seattle Seahawks nach Indianapolis zu den Colts. Das Thema dieses Spiel vor dem Anpfiff war Carson Wentz. Dieser ist in der vergangenen Saison von den Eagles zu den Colts getradet worden und auf ihn waren deshalb die meisten Augen gerichtet.

Nach dem Spiel bleibt als Erkenntnis übrig, dass er sich besser angestellt hat als in seinen letzten Jahren in Philly. Doch er traf auch auf eine sehr machbare Defense der Seahawks. Trotzdem konnte die Offense der Colts nicht mit der der Seahawks mithalten. Besonders in der zweiten Hälfte des Spiels fiel es besonders auf. Dies muss man jedoch auch Headcoach Reich ankreiden, der sehr vorsichtige Spielzüge ansagte.

Colts EPA
https://rbsdm.com/stats/box_scores/

Obwohl es gegen eine maximal durchschnittliche Defense ging, war der “aDoT” (average depth of target) mit 5,2 sehr niedrig. Mit Hines und Taylor waren auch seine beiden Running Backs seine Lieblingsziele, obwohl diese daraus kaum EPA (expected points added) erzielt haben. Dies lag aber auch daran, dass Wentz sehr häufig unter Druck geraten ist und so nicht lange den Ball halten konnte.


1. These: Seahawks werden ohne Blitze keinen Druck auf Wentz ausüben können

Mit dieser These lagen wir falsch, denn die D-Line schaffte es Druck auszuüben ohne dafür die Coverage opfern zu müssen. Vorrangig dachten wir hier an Jamal Adams, der jedoch nur insgesamt vier Mal zum blitzen eingesetzt wurde. Dafür war Adams in insgesamt 44 Pässen der Colts in Coverage eingesetzt.

Am meisten wurde Jordyn Brooks als Blitzer eingesetzt, aber auch nur bei fünf Pässen der Colts. Das man Wentz trotzdem insgesamt 16 Mal unter Druck setzen konnte und auf drei Sacks kam, lag vor allem an den Edge Defendern der Seahawks. Beide Offensive Tackles der Colts ließen je sechs Pressures zu. Der Left Tackle Julie’n Davenport war für zwei Sacks und Right Tackle Braden Smith war für einen Sack verantwortlich. Besonders Davenport galt aber vorher schon als Schwachstelle und deshalb wird man die kommenden Spiele abwarten müssen, ob der Pass Rush weiterhin ohne viele Blitze auskommen kann.

2. These: Seattle wird auf Early Downs mehr passen als laufen und damit erfolgreich sein.

Seahawks EPA
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Beim ersten Teil der These lagen wir nicht unbedingt richtig, denn es war ein fast identisches Verhältnis und die Pässe auf frühen “Downs” waren mit 22 Läufen und 23 Pässen sehr ausgeglichen. Jedoch waren die Pässe hier sehr erfolgreich und so konnte man auch in Hälfte 1 den Colts davonziehen und beendete die erste Hälfte mit einem 21:10. Im dritten Viertel waren dann beide Verteidigungen besser und kein Team konnte hier Punkte erzielen. Im letzten Viertel gelang dann den Seahawks noch ein weiterer Passing Touchdown und man entschied das Spiel schon frühzeitig für sich. Die Colts kamen zwar noch zu einem weiteren Touchdown und verkürzten auf 16 zu 28. Dabei blieb es auch weil sowohl die Two-Point-Conversion wie auch der Onside Kick nicht erfolgreich waren.

3. These: Entscheidend für den Sieg wird das Duell der Seahawks Wide Receiver gegen die Defensive Backs der Colts sein.

Bei dieser These lagen wir richtig, denn von den vier Touchdowns wurden drei von Wide Receivern gefangen. In der ersten Hälfte fing Tyler Lockett zwei Touchdowns. Bei beiden Touchdowns hatte er durch das Playcalling ein 1 zu 1 Duell gegen die Safeties der Colts. Lockett schaffte es mit guten “Route Running” und seiner Geschwindigkeit diese Duelle für sich zu entscheiden. Der letzte Touchdown war dann auch ein 1:1 Duell von DK Metcalf, der den Ball sicher fing und auch scoren konnte. Auch der vierte Touchdown war ein Passing Touchdown durch den Neuzugang Gerald Everett. Bei den Formationen die Seattle gespielt hat, ist auch aufgefallen, dass man viel mit zwei Tight Ends spielte. Everett und Will Dissly waren in 39 bzw. 38 Spielzügen auf dem Feld. Dies teilte sich auch sehr gleichmäßig auf Pässe und Run Blocking auf.

Will Dissly lief 19 Routen und blockte für 17 Läufe, dazu kamen noch zwei Einsätze in der Pass Protection. Bei Gerald Everett waren es 18 Routen, 19 Runblocks und auch zwei Einsätze in der Pass Protection. Durch diese Ausgeglichenheit dürften sowohl Head Coach Pete Carroll als auch Russell Wilson zufrieden sein. Carroll ist die Ausgeglichenheit in der Offense sehr wichtig und die hatte er mit 23 Pässen und 27 Läufen. Wobei bei den 27 Läufen auch fünf Läufe von Russell Wilson dabei waren, die man eher zu den Pässen zählen sollte, da es keine designten QB Läufe waren. Doch durch diese Ausgeglichenheit wurde auch nicht das Pass Play vernachlässigt und man war hier sehr effektiv und diktierte durch die Pässe das Spiel.


Fazit:

Insgesamt war es ein erfolgreicher Auftakt in die Saison, doch die Seahawks wurde auch sehr wenig von den Colts gefordert und die Stärke der neuen Offensive wird sich erst in den späteren Spielen zeigen. In der kommenden Woche wird man seinen Auftakt in Seattle gegen die Titans spielen. Die sind zwar gegen die Cardinals deutlich unter die Räder gekommen und Seattle wird als Favorit in das Spiel gehen. Doch auch hier sollte man den Gegner nicht unterschätzen.

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